Akupunktur - Therapie mitten in Bern

Die wirksamste Medizin ist die natürliche Heilkraft, die im Inneren eines jeden von uns liegt. (Hippokrates)

Verschiedene Akupunktur Utensilien
Verschiedene Akupunktur Utensilien

Das "Nadle" ist mittlerweile ziemlich bekannt. Oft hört man von Bekannten, dass es bei Rückenschmerzen, zur Behandlung von Heuschnupfen oder begleitend zu einer Chemotherapie geholfen hat.

 

Bei der Akupunktur handelt es sich in Europa um eine der bekanntesten Therapiearten innerhalb der Chinesischen Medizin.

Diese Therapie kann bei fast allen akuten und chronischen Krankheiten angewendet werden. Es ist auch gut möglich, eine schulmedizinische Behandlung mit Akupunktur zu unterstützen. Bei chronischen Erkrankungen beobachte ich oft, dass durch Akupunktur weniger Medikamente eingenommen werden müssen. Dies muss natürlich immer mit dem Arzt abgesprochen werden.

 

Meist wird mit einem wöchentlichen Rhythmus begonnen. Sobald eine nachhaltige Verbesserung eingetreten ist, werden die Behandlungsabstände vergrössert.

 

Natürlich kann Akupunktur auch unterstützend zur Gesunderhaltung angewendet werden.

Beschreibung Akupunktur

Vorgehen Akupunktur


Mit der Behandlung wird die Wiederherstellung der Strömungs- und Fliesseigenschaften der Lebensenergie Qi, der Körperflüssigkeiten und des Blutes und deren gesunde Balance angestrebt. Auch wird ein Energieausgleich zwischen den verschiedenen Körperregionen und den Meridianen erreicht.

 

Eine Akupunktur kann auch kombiniert und ergänzt werden mit Behandlungsmethoden wie Moxibustion, Schröpfen oder auch Gua Sha.

Zu einer Akupunkturbehandlung gehört eine umfassende Befragung und eine Zungen- und Pulsdiagnose.

 

Aufgrund dieser Diagnosen werden die geeigneten Akupunkturpunkte ausgewählt und die Nadeln gesetzt. Die Nadeln bleiben für eine gewisse Zeit gesteckt. Dabei wird oft ein leichtes Kribbeln, Jucken oder auch Wärmeempfindungen gespürt. Dies sind alles Zeichen, dass die verschiedenen Energien und Säfte in Bewegung gekommen sind. Es ist übrigens gar nicht selten, dass man während dieser Ruhephase einschläft.


Angst vor Nadeln?

Die Akupunkturpunkte können auch mit Stäben aus verschiedenen Mineralien behandelt und angeregt werden. So entfällt das Einstechen mit den Nadeln. Die Wirkungsweise ist vergleichbar wie mit den Nadeln. Es ist ein ähnliches Prinzip wie bei der Akupressur.


Moxa-Stange, Hütchen + Kraut
Moxa-Stange, Hütchen + Kraut

Moxibustion

Was die Nadel nicht zu heilen vermag, dagegen wirkt das Brennen (Moxa) (aus dem Huang Di Nei Jing)

 

Die Moxa-Therapie wird wohl schon seit mindestens 10'000 Jahren angewandt (gemäss Grabfunden). Es ist bekannt, dass die Therapie bei Laien weit verbreitet war und als Hausmittel geschätzt wurde.

 

Bei dieser Therapie wird eine Art Zigarre aus Beifusskraut angezündet. Mit diesem Kräuterstab werden dann Akupunkturpunkte und Körperareale gewärmt - natürlich in einem angenehmen Abstand zur Haut. Die im Beifuss enthaltenen ätherischen Öle geben eine heilende Wärme ab. Die Einsatzmöglichkeiten sind sehr vielfältig -- auch als Notfallapotheke in den Ferien.

 

Um den Kreis zu schliessen noch ein Zitat aus unserer Kultur:

«Was die Arznei und das Messer nicht heilen, heilt das Feuer.» (Hippokrates)

Gua Sha - Schaber
Gua Sha - Schaber

Gua Sha

Die Technik des Gua Sha wird oberflächlich angewendet und hilft beispielsweise bei Fieber, Erkältungen oder Schmerzen.

Auch diese Art der Therapie ist Hilfe zur Selbsthilfe und wird in China bei der Landbevölkerung auch als solche angewendet.

 

«Gua» bedeutet streichen oder kratzen. So wird beispielsweise mit einem chinesischen Suppenlöffel über die Haut geschabt.

 

«Sha» beschreibt die Reaktion der Haut auf diese Anwendung. Es entstehen sogenannte Petechien, das sind kleinste rote Einblutungen. Die Farbe verändert sich nach ein paar Tagen und verschwindet dann. Man sollte die Haut aber bis zum Abheilen keiner direkten Sonneneinstrahlung aussetzen.

 

Nach dieser Behandlung ist es nicht unüblich, dass die Leute müde werden und das Gefühl von Muskelkater haben. Man sollte danach viel trinken, damit dieser «Ausschlag» schnell abtransportiert wird.

 

Bei Sportverletzungen oder Schulter- und Rückenschmerzen kann direkt nach der Behandlung eine Erleichterung verspürt werden.

Schröpfgläser
Schröpfgläser

Schröpfen

Auch das Schröpfen wurde schon im Altertum von griechischen, ägyptischen und von chinesischen Ärzten eingesetzt. Nach ihrer Theorie sind Krankheiten auf schlechte Säfte im Körperinnern zurückzuführen, welche mit dem Schröpfen ausgeleitet werden sollen. An der behandelten Stelle wird vermehrt Blut angesogen, dadurch werden Abfallstoffe ausgeleitet und die Funktion der inneren Organe wird über die Hautreflexzonen angeregt.

 

Beim Schröpfen wird in den dazu verwendeten Gläsern ein Unterdruck erzeugt (z.B. durch Hitze). Die auf der Haut angebrachten Gläser werden so wie angesogen. Am behandelten Hautareal entsteht eine Hautverfärbung, etwa so ähnlich wie eine «Bläuele».

 

Auch diese Technik wird zur Linderung von Schmerzen, bei Bewegungseinschränkungen, Immunsteigerung, nach Sportverletzungen oder bei Erkältungskrankheiten eingesetzt.

 

Durch den Einsatz von Wärme entsteht ein wohliges Gefühl.

Viel Ruhe ist nach dieser Behandlung von Vorteil.


Wo können diese Therapien helfen? *

Akute und chronische Schmerzen, z.B.:
Kopfschmerzen, Migräne, Rücken- und Gelenkschmerzen, Fibromyalgie (Faser-Muskel-Schmerz)


Allergien, z.B.:
Heuschnupfen,Nahrungsmittelallergien, allergisches Asthma

 

Atemwege, z.B.:
Asthma, Heuschnupfen, Bronchitis, häufige Erkältungskrankheiten

 

Bewegungsapparat, z.B.:
Schmerzen an Hals-, Brust- und Lendenwirbelsäule, Bandscheibenvorfall, Sehnen- und Gelenkerkrankungen,
Tennisellenbogen, chronische Hüftschmerzen, Knieschmerzen,Karpaltunnel-Syndrom, Arthroseschmerzen
Nachbehandlung von Hüft-, Knie- und Bandscheibenoperationen

 

Gynäkologisches z.B: 
Menstruationsschmerzen, Zyklusunregelmäßigkeiten, Fruchtbarkeitsstörungen, Amenorrhoe (Ausbleiben der menstruellen Blutung), Endometriose, Wechseljahrebeschwerden, Schwangerschaftserbrechen, Begleitung in der Schwangerschaft, Geburtsvorbereitung

 

Hautkrankheiten, z.B.:
Neurodermitis, Ekzeme, Akne, schlecht heilende Wunden

 

HNO, z.B: 
Sinusitis (Nasennebenhöhlen-Entzündung), Tonsillitis (Mandelentzündung), Geruchs- /Geschmacksstörungen,
Hörsturz, Tinnitus, Schwindel

Neurologische Krankheiten, z.B:
Migräne, Neuralgien, Facialisparese (Gesichtslähmung), Trigeminusneuralgie, Mitbehandlung bei Lähmungen,
Nach Schlaganfall/Hirnblutung, Schwindel, Schmerzen bei Gürtelrose, Begleitsymptome von neurologischen Erkrankungen

 

Urologische Erkrankungen, z.B.

Cystitis, Prostatitis,  Reizblase, Harninkontinen, Enuresis nocturna

 

Vegetative Störungen, z.B.:
Schlaflosigkeit, Erschöpfungssyndrom, funktionelle Herzbeschwerden, innere Unruhe, Blutdruckschwankungen

Verdauungssystem, z.B:
Durchfall, Magengeschwüre, Magenschleimhautentzündung (Gastritis), Verstopfung, Reizdarmsyndrom,
chronische Dickdarmentzündung (Colitis ulcerosa, Morbus Crohn).

Weitere Indikationen:
Begleittherapie bei Tumorerkrankungen, z.B. Linderung der Übelkeit bei Chemotherapie,
Verbesserung des Allgemeinbefindens nach Operation oder Bestrahlung

 

*Anmerkung:

Der Einsatz der Therapiemethoden hängt vom Krankheitsbild und Gesundheitszustand der Patient*Innen ab.