Qi Gong

Wenn man sich bewegt, kann die mit der Nahrung aufgenommene Energie verbraucht werden, die pulsierenden Säfte zirkulieren ungehindert und Krankheit kann nicht entstehen. Es ist dabei wie mit der Türangel, die niemals rostet. (Aussage von Hua Tuo, 2. Jh.)

Abbildung von Ma Wang-Dui Qi Gong-Übungen
Abbildung von Ma Wang-Dui Qi Gong-Übungen

Im Zusammenhang mit Qi Gong hört man manchmal auch die Bezeichnung «Yangsheng», was «den Körper nähren» bedeutet. Es sind Atem-, Bewegungs- und Meditationsübungen, die das Qi pflegen und nähren. Die einzelnen Bewegungen werden langsam und entspannt ausgeführt.

 

Unser Alltag ist geprägt von wenig Bewegung, Hektik und Informationsflut. Die Übungen haben eine umfassende Wirkung auf die körperliche und geistige Gesundheit des Menschen. Durch die Bewegung wird die körpereigene Energie zum Fliessen gebracht. Die Muskulatur wird gestärkt und die Gelenke mobilisiert. Das moderate Tempo fordert das Herz-Kreislauf-System.

Die Konzentration bei der Ausführung der Übungen lassen den Geist zur Ruhe kommen, während die Sinne geschärft und unsere mentale und psychische Belastbarkeit gestärkt werden.

 

Regelmässig Praktizierende sprechen davon, ruhiger, gelassener, entspannter und dabei vitaler zu sein.


Bei mir in der Praxis biete ich die Möglichkeit, Qi Gong in Form von Einzeltherapie oder als Kurs in Klein-Gruppen zu üben.

Qi Gong - Pedia

Ein Grabtuch und Keramikscheiben besagen, dass Qi Gong schon mehrere Tausend Jahre alt sein muss. Die damals als Daoyin-Techniken bekannten Atemübungen wurden zur Pflege der Gesundheit und Reinigung von Körper, Geist und Seele genutzt. Diese Techniken wurden im Kampfsport, im Militär und von Asketen geübt und geschätzt. Historische Zeugnisse findet man bei den Philosophen beispielsweise auch bei Zhuang Zhi.

Faszination

Wenn man Qi Gong zu lernen beginnt, lässt man sich auf einen Übungsweg ein. Anfänglich ist die Konzentration auf das Meistern des Bewegungsablaufes gerichtet. Mit etwas mehr Routine wird der Fokus auch auf die Wahrnehmung des Geistes und der Atmung gelegt. Wenn auch dieser Schritt gemeistert ist, erfolgt die Integration der «Seele». Dies zu beschreiben ist ein schwieriges Unterfangen wird aber, wenn es soweit ist, wahrgenommen. Wenn diese Aspekte alle zusammenspielen und ineinander fliessen kann man auch von einer Bewegungsmeditation sprechen.